9/18/2013

Record Butterkühler

Dieser Butterkühler entstand vermutlich in den 1930er Jahren. Er besteht aus einer porösen Tonhülle und einer darin aufzubewahrenden Preßglasdose. Die Funktionsweise ist simpel. Die Tonhülle wird in Wasser getaucht, bis sich der Ton mit Wasser vollgesogen hat, dann stellt man die mit Butter gefüllte Dose wieder hinein und die Verdunstungskälte des Wassers sorgt für die entsprechende Kühlung.
Leider war es mir bisher nicht möglich, den Hersteller herauszufinden. Die Abkürzung D.R.G.M. auf dem Label steht für Deutsches Reich Gebrauchs Muster.








Wie immer bin ich für jeden weiterführenden Hinweis dankbar.

8/10/2013

Klassizistische Serie

kleine Platte



Zitronenpresse

Mit der Entdeckung wie man Preßglas herstellen kann, konnten alle Arten von Glas massenhaft produziert werden. Damit verbunden wurden Glasprodukte die vorher nur in Handarbeit produziert werden konnten wesentlich günstiger, so daß sich alle Bevölkerungsschichten sie leisten konnten.
Da Glas den Vorteil hat, daß es geruchs- und geschmacksneutral ist und sich zudem leicht reinigen läßt - also sehr hygienisch ist - wurde es verstärkt in der Küche eingesetzt. Zudem wurden neue Küchengeräte wie Apfelreiben und Zitronenpressen entwickelt.





Iittala Group Oy Ab

Endlich ist es mir gelungen mal wieder einen Design Klassiker zu finden. Hierbei handelt es sich um einen Teller aus der Serie Kastelhelmi (Tauperle), entworfen 1964 von Prof. Oiva Toikka (https://www.iittala.com/Designers/Oiva-Toikka/c/Oiva%20Toikka).




Oberhausener Glasfabrik Funke & Becker

Apfelreibe



Marke


Brockwitzer Glasfabrik AG Brockwitz b. Dresden

Form Emden




Sofern jemand weitergehende Informationen oder Hinweise (Entwerfer, Herstellungszeitraum ect.) hat, bin ich für jede Mitteilung dankbar.

von Poncet Glashüttenwerke AG, Friedrichshain

kleines Vorratsglas
ausführlichere Informationen finden sich hier






Marke


Ein Designklassiker ist das Kubusgeschirr, daß Wilhelm Wagenfeld 1938 für die VLG entwarf. Weniger bekannt ist, daß von Poncet bereits 1935 stapelbares Pressglasgeschirr herstellte, allerdings nur eine quadratische und eine rechteckige Dose. Dem gegenüber besteht das Kubusgeschirr aus sieben Teilen, die sich so zusammenstapeln lassen, daß sie einen Würfel (Kubus) ergeben.



Marke


Im Vergleich mit der ähnlichen Dose aus dem Kubusgeschirr von Wilhelm Wagenfeld. Die von Poncet Dose ist etwas kleiner und das Glas dunkler.



7/10/2013

Türkisfarbene Opalgläser

Diese Gläser sollen angeblich von Cristal de Sèvres stammen. Bisher waren meine Nachforschungen zur Verifizierung dieser Information nicht von Erfolg gekrönt. Daher die Bitte an meine verehrten Leser, sollte jemand hier mehr wissen, sein Wissen doch mit mir zu teilen.



6/28/2013

Glasdosen in Hasenform

Diese Glashasen stammen vermutlich von der amerikanischen Firma LE Smith Glass & Co.






Sofern jemand weitergehende Informationen oder Hinweise (Hersteller, Entwerfer, Herstellungszeitraum ect.) hat, bin ich für jede Mitteilung dankbar.

6/26/2013

Wilhelm Wagenfeld

Bei den meisten hier im Blog vorgestellten Gläsern wird man vermutlich nicht mehr herausfinden können, wer sie gestaltet hat. In der Regel wurden sie von Mitarbeitern der jeweiligen Firma entworfen. Die Vorstellung, daß es sich hierbei um eine künstlerische Tätigkeit handelt und es der jeweilige Entwerfer von daher auch verdient, namentlich mit dem jeweiligen Entwurf in Verbindung gebracht zu werden kristallisiert sich erst langsam heraus. Maßgeblich an der Schaffung des Berufsbildes des Industriedesigners in Deutschland sind natürlich die Ideen und die Tätigkeit des Bauhauses. Einer der ersten Vertreter dieses neuen Berufes ist Wilhelm Wagenfeld. Viele seiner Entwürfe zählen heute zu den Design-Klassikern.
Da über Wagenfeld schon genug Kurzbiographien im Internet zu finden sind, begnüge ich mich an dieser Stelle auf die entsprechenden Darstellungen zu verweisen:

http://www.museumderdinge.de/werkbund_archiv/protagonisten/wilhelm_wagenfeld.php

http://www.wagenfeld-wilhelm.de/

http://www.wagenfeldleuchten.de/wilhelm-wagenfeld.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wagenfeld



Entwürfe für Schott & Gen. Jena

Gemüseschale, ca. 1930


Eierkocher, ca. 1930
Den Eierkocher gab es für ein oder zwei Eier. Der Deckel wurde mit einem Metallbügel fixiert. Diese Bügel haben sich leider nur selten erhalten.


Ragout-fin Schälchen, ca. 1930


Untersetzer für Kannen, ca. 1930



Entwürfe für die Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG), Weißwasser 

Kompottservice Greifswald

Hier bin ich einem weit verbreitetem Irrtum aufgesessen: bei den abgebildeten Teilen eines Kompottservice handelt es sich um die Form Karo der Glaswerke Ruhr der Stinnes AG in Essen (Label Ruhrglas) aus den 1950er Jahren. Weiterführende Informationen finden sich hier

http://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2000-2w-lehnert-fenner-glashuette-design.pdf



Das berühmte Kubusgeschirr, 1938
Allerdings nur die rechte Dose, die linke Dose stammt aus der von Poncet Glashüttenwerke AG, Friedrichshain und ist bereits 1935 entstanden.



Gießer aus dem Kubusgeschirr


6/24/2013

Tintenfässer

Tintenfässer gehörten früher in jeden Haushalt, daher wurden sie auch in Massen international hergestellt. Das ganz rechte wurde aufgrund der Beschriftung wohl in England hergestellt.


Die Einbuchtungen beim ganz linken Glas dienten als Ablage der Schreibfeder.


Kleine Flaschen

Flaschen dieser Art wurden von den verschiedensten Produzenten hergestellt und für diverseste Zwecke benutzt.

Ein sogenannter "Flachmann"





6/19/2013

Oberhausener Glasfabrik Funke & Becker

Nachdem mir letztlich die Eistassen Athen in die Hände fielen, war es jetzt die dazugehörige Schale in Rosen-Kristall. Jetzt fehlen mir nur noch wahlweise dazugehörige Kompottschälchen oder -teller.



August Walther Ottendorf-Okrilla

Endlich mal wieder ein neuer Milchgießer. Er stammt höchst wahrscheinlich von August Walter. Zumindest lassen sich hier drei andere Dekore: Achilles, Atlantik und Waltraut mit dieser Form nachweisen.





5/14/2013

Fenner Glashütte

Eigentlich finde ich die kristallfarbenen Milchgießer ziemlich langweilig, aber nachdem ich seit Wochen ergebnislos über die Flohmärkte gezogen war, habe ich mich gefreut doch endlich mal wieder einen zu finden. Hier also Mozart in kristallweiß; die Version in rosalin habe ich schon länger.







Oberhausener Glasfabrik Funke & Becker

Flohmärkte sind ja immer wieder für Überraschungen gut und verführen zum Kauf von Dingen, die man eigentlich nicht gesucht hat. Bei einem meiner letzten Streifzüge fand ich zu erst die Eistassen Athen in Goldkristall - aber was soll ich damit?, ich will doch Milchgießer. Als ich dann aber an einem weiteren Stand sie nochmal in Rosen-Kristall fand - Zufälle gibt es - kam ich nicht drumherum alle zu kaufen, den passenden Milchgießer in Goldkristall hatte ich ja schon.
Vermutlich gibt es heute nur noch wenige Menschen, die wissen, wofür diese merkwürdig geformten Gebilde einst gedacht waren. Bei Wikipedia gibt es dazu auch keinen Eintrag.

Diese Tassen finden sich im Musterkatalog von 1937 unter der Nr. 1261 als Dreifuß-Eistassen.