12/16/2012

Klassizistische Serie

Den abgebildeten Milchgießer hatte ich hier schon unter Brockwitz Form Chicago gepostet und das Salzschiff unter August Walter Form Roland. Weitere Nachforschungen in den Glasmusterbüchern haben ergeben, daß fast jede dort nachweisbare deutsche Glasfabrik vor dem WWII eine Geschirrserie in dieser schlichten, klassizistisch anmutenden Form in Klarglas hergestellt hat. Von daher ist eine eindeutige Zuordnung schwierig.
Bisher sind mir mir die folgenden Hersteller mit den jeweiligen Formbezeichnungen bekannt:


A-G Glashüttenwerke Adlerhütten "Muster 9016" (1920er/30er Jahre)

August Walter "Roland" (1930er Jahre)

von Streit "New York" (1930er Jahre)

Brockwitz: "Chicago" (allerdings nur die Gießer) (1930er Jahre)

Eduard Dressler Glaswarenfabrik, Berlin: hier läßt sich 1931 unter der Nummer E/3673 ein 
                                                                         Gießer nachweisen

Müller & Kraft, Dresden "Triumph" (ab 1914)

Funke & Becker, Oberhausen "Amerika" (1930er Jahre)
Einem Kommentar habe ich den Hinweis zu verdanken, daß es von Funcke und Becker noch die Serie Magnet geben soll, die ebenfalls in dieses Schema paßt. Leider konnte ich dies bisher nicht verifizieren.

Paul & Stäglich, Dresden "Romeo" (vermutlich vor 1918)

VLG, Weißwasser "Bergkristall" (1930er Jahre)






11/19/2012

Brockwitzer Glasfabrik AG Brockwitz b. Dresden


Butterplatte, Form Siegfried, ca. 1936 
in lichtblau





10/05/2012

Gläserset

Dieses Gläserset bestehend aus 2 Sektflöten, einem Südweinglas und einer Likörschale sucht den Hersteller. Sollte einer meiner geschätzten Leser hierzu weiterführende Hinweise haben, bin ich wie immer für jede Mitteilung dankbar.



Gläser mit Emaillemalerei

Gläser mit Emaillemalerei sind in Europa spätestens seit der Renaissance bekannt.

Erinnerungsglas "Vergiß mein nicht", vermutlich vor 1850 entstanden.
Gläser dieser Art erfreuten sich insbesondere im Biedermeier großer Beliebtheit.


Buchstabengläser "F" und "I", um 1900
Die Wappenschildkartuschen mit den Eichenlaubverzierungen weisen sie noch als Kinder des Historismus aus.


Glas mit Blütenranken, um 1900


Glas mit Mohnblüten, um 1900
Mohn gehörte zu den beliebtesten Motiven des Jugendstils.


Sofern jemand weitergehende Informationen oder Hinweise (Hersteller, Entwerfer, Herstellungszeitraum ect.) hat, bin ich für jede Mitteilung dankbar.

9/20/2012

Kompott Service

Obwohl die Objekte meiner Begierde nur die Milchgießer sind, wurden sie meistens aber im Zusammenhang mit weiteren Teilen hergestellt. Hierbei handelt es sich entweder um ein Kompott-Service, wobei der Milchgießer nun zum Soßengießer (für (Vanille)-soße) mutiert oder für die Kaffee- oder Teetafel  in der Kombination mit einem Zuckerschälchen und ggfls. auch einer Platte.
Hier also mal ein Beispiel für ein komplettes Kompott Service. Diese Services bestanden in der Regel aus Kompottschale, 6 Kompottschälchen und dem Gießer.

Hierbei handelt es sich vermutlich um das Service Rüdesheim von August Walther


Kompottschale


Gießer


Kompottschälchen


Sofern jemand weitergehende Informationen oder Hinweise (Hersteller, Entwerfer, Herstellungszeitraum ect.) hat, bin ich für jede Mitteilung dankbar.

8/31/2012

Indiana Glass Company, Dunkirk, Indiana

Eine umfassende Darstellung der Geschichte und Erzeugnisse der Indiana Glass Company findet sich hier:

http://indianaglass.carnivalheaven.com


Diamond Point Crystal, nach 1965




8/21/2012

Altarglas

Bei diesem Glas wurden die kirchlichen Symbole Kelch, Kreuz und Monstranz als Silhouetten in die Ecken einer dreiseitigen Pyramide geschliffen. Das volle Motiv kann man dann von der gegenüberliegenden Seite betrachten.

Leider ist es mir bisher nicht gelungen weitere Informationen zu finden, sollte also ein geschätzter Leser hier Licht ins Dunkel bringen können, wäre ich für jede Mitteilung dankbar.




Mary Gregory Glas

Als Mary Gregory Glas werden in der Regel farbige Trinkgläser, Vasen und sonstige Glasgefäße bezeichnet, die mit weißem Emaille aufgetragenen Malereien von viktorianisch gekleideten Kindern zeigen. Die Kinder, ganz selten auch Babies, werden einzeln bei allen Arten von Spielen und sonstigen Beschäftigungen dargestellt.
Ihren Namen verdanken sie der amerikanischen Glasmalerin Mary Gregory (1856-1908), die in den 1880er Jahren bei der Boston and Sandwich Glass Company gearbeitet hat. Dem bekanntesten Mythos zufolge soll sie sämtliche frühen Gläser selbst bemalt haben. Angesichts der Masse von sogenannten Mary Gregory Gläser müßte sie allerdings noch heute Tag und Nacht mit dem Bemalen beschäftigt sein.
Inzwischen weiß man, daß sie nie die ihr zugeschriebenen Kinderzeichnungen gefertigt hat, sie hat sich nur mit Landschaftsmalerei befaßt.
Obwohl sich diese Gläser insbesondere in den anglophonen Ländern großer Beliebtheit erfreuen, gibt es bisher keinen Beweiß, das jemals ein solches Glas im Vereinigten Königreich produziert wurde. In den Vereinigten Staaten begann die Westmoreland Glass Company, Grapeville Pennsylvania in den 1920er Jahren die viktorianischen Kindermotive auf schwarzes Milchglas zu kopieren und sie unter dem Name Mary Gregory Glas zu vermarkten.

Tatsächlich wurden die originalen Gläser in den zahlreichen böhmischen Glasmanufakturen hergestellt. Insbesondere wird auf die Glasmanufaktur Hahn in Gablonz verwiesen, aber selbst Moser in Karlsbad hatte sie im Repertoire. Bis heute werden sie in den jetzt tschechischen Manufakturen produziert.

Eine Ausnahme von der weißen Emaillemalerei können Köpfe, Haare und Hände bilden



Wie man hier sehen kann, kamen die Gläser aber auch unbemalt in den Handel, möglicher Weise waren es aber auch Rohlinge, die dann von Hausmalern oder in anderen Manufakturen dekoriert wurden. 

8/17/2012

Beyer & Co. Kristallglas GmbH, Neustadt

Zu diesen Vasen ist mir nur der Hersteller bekannt. Sie bestehen aus je zwei Hälften, die am Rand zusammen geklebt wurden. Sollte also jemand hierzu weitere Angaben machen können, bin ich für jede Information dankbar.






3/28/2012

Oberhausener Glasfabrik Funke & Becker

Form Oberhausen, ca. 1937
goldgelb
(Gibt es auch in lichtblau und rosalin)




Form Athen, ca. 1937
Goldkristall ohne Schliff
(Gibt es auch in kristallweiß, Rosen-Kristall und Amethyst-Kristall, sowie mit Schliff. Hierbei wurden Blüten eingeschliffen)