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2/08/2023

Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG) Weißwasser

 Form Enzian





Form Ehrenfeld
Fruchtschale auf Fuß


3/15/2015

Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG) Weißwasser

Die VLG stellte bis 1929 Konservengläser in unterschiedlichen Systemen her. Jedes System bekam auch einen eigenen Namen:

- Lusatia (lateinisch für Lausitz) für Nutengläser
- Zenith für Flachrandgläser
- Utila für Vollrandgläser (Massivrandgläser)
- Monopol für Hohlrandgläser (Rillengläser)

Ab 1929 wurden die Syteme nur noch unter der Bezeichnung Monopol vermarktet. 

Deckel eines Nutenglases Lusatia
Halsweite 95 mm


Deckel eines Hohlrandglases Monopol
Halsweite 120 mm


1 Liter Hohlrandglas Monopol
Halsweite 95 mm





Deckel eines Nutenglases,
nur mit der Rautenmarke bezeichnet
Halsweite 75 mm


8/10/2013

von Poncet Glashüttenwerke AG, Friedrichshain

kleines Vorratsglas
ausführlichere Informationen finden sich hier






Marke


Ein Designklassiker ist das Kubusgeschirr, daß Wilhelm Wagenfeld 1938 für die VLG entwarf. Weniger bekannt ist, daß von Poncet bereits 1935 stapelbares Pressglasgeschirr herstellte, allerdings nur eine quadratische und eine rechteckige Dose. Dem gegenüber besteht das Kubusgeschirr aus sieben Teilen, die sich so zusammenstapeln lassen, daß sie einen Würfel (Kubus) ergeben.



Marke


Im Vergleich mit der ähnlichen Dose aus dem Kubusgeschirr von Wilhelm Wagenfeld. Die von Poncet Dose ist etwas kleiner und das Glas dunkler.



6/26/2013

Wilhelm Wagenfeld

Bei den meisten hier im Blog vorgestellten Gläsern wird man vermutlich nicht mehr herausfinden können, wer sie gestaltet hat. In der Regel wurden sie von Mitarbeitern der jeweiligen Firma entworfen. Die Vorstellung, daß es sich hierbei um eine künstlerische Tätigkeit handelt und es der jeweilige Entwerfer von daher auch verdient, namentlich mit dem jeweiligen Entwurf in Verbindung gebracht zu werden kristallisiert sich erst langsam heraus. Maßgeblich an der Schaffung des Berufsbildes des Industriedesigners in Deutschland sind natürlich die Ideen und die Tätigkeit des Bauhauses. Einer der ersten Vertreter dieses neuen Berufes ist Wilhelm Wagenfeld. Viele seiner Entwürfe zählen heute zu den Design-Klassikern.
Da über Wagenfeld schon genug Kurzbiographien im Internet zu finden sind, begnüge ich mich an dieser Stelle auf die entsprechenden Darstellungen zu verweisen:

http://www.museumderdinge.de/werkbund_archiv/protagonisten/wilhelm_wagenfeld.php

http://www.wagenfeld-wilhelm.de/

http://www.wagenfeldleuchten.de/wilhelm-wagenfeld.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wagenfeld



Entwürfe für Schott & Gen. Jena

Gemüseschale, ca. 1930


Eierkocher, ca. 1930
Den Eierkocher gab es für ein oder zwei Eier. Der Deckel wurde mit einem Metallbügel fixiert. Diese Bügel haben sich leider nur selten erhalten.


Ragout-fin Schälchen, ca. 1930


Untersetzer für Kannen, ca. 1930



Entwürfe für die Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG), Weißwasser 

Kompottservice Greifswald

Hier bin ich einem weit verbreitetem Irrtum aufgesessen: bei den abgebildeten Teilen eines Kompottservice handelt es sich um die Form Karo der Glaswerke Ruhr der Stinnes AG in Essen (Label Ruhrglas) aus den 1950er Jahren. Weiterführende Informationen finden sich hier

http://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2000-2w-lehnert-fenner-glashuette-design.pdf



Das berühmte Kubusgeschirr, 1938
Allerdings nur die rechte Dose, die linke Dose stammt aus der von Poncet Glashüttenwerke AG, Friedrichshain und ist bereits 1935 entstanden.



Gießer aus dem Kubusgeschirr


2/16/2013

Klassizistische Serie

Das Geschirr aus der "klassizistischen Serie" gibt es in zwei Variationen: mit einer eingeschliffenen Rosette im Boden oder mit glattem Boden. Aber auch hierdurch wird die Zuordnung nicht einfacher, da jede Variation von verschiedenen Herstellern produziert wurde.



Inzwischen ist mir noch ein größeres Exemplar mit eingeschliffener Rosette in die Hände gefallen.




Hier kann man im Vergleich erkennen, daß sich auch die Exemplare mit der eingeschliffenen Rosette noch unterscheiden können. Dies sehe ich als weiteren Hinweis auf unterschiedliche Hersteller an.



12/16/2012

Klassizistische Serie

Den abgebildeten Milchgießer hatte ich hier schon unter Brockwitz Form Chicago gepostet und das Salzschiff unter August Walter Form Roland. Weitere Nachforschungen in den Glasmusterbüchern haben ergeben, daß fast jede dort nachweisbare deutsche Glasfabrik vor dem WWII eine Geschirrserie in dieser schlichten, klassizistisch anmutenden Form hergestellt hat. Von daher ist eine eindeutige Zuordnung schwierig. Verschiedene Hersteller haben sie auch mit unterschiedlich gestaltetem Stern im Boden angeboten. Aber auch dadurch wird die Zuschreibung nicht einfacher.
Bisher sind mir mir die folgenden Hersteller mit den jeweiligen Formbezeichnungen bekannt:


A-G Glashüttenwerke Adlerhütten "Muster 9016" (1920er/30er Jahre)

August Walter "Roland" (1930er Jahre)

von Streit "New York" (1930er Jahre)

Brockwitz: "Chicago" (allerdings nur die Gießer) (1930er Jahre)

Eduard Dressler Glaswarenfabrik, Berlin: hier läßt sich 1931 unter der Nummer E/3673 ein 
                                                                         Gießer nachweisen

Müller & Kraft, Dresden "Triumph" (ab 1914)

Funke & Becker, Oberhausen "Amerika" (1930er Jahre)
Einem Kommentar habe ich den Hinweis zu verdanken, daß es von Funcke und Becker noch die Serie Magnet geben soll, die ebenfalls in dieses Schema paßt. Leider konnte ich dies bisher nicht verifizieren.
Es hat sich inzwischen herausgestellt, daß die Serie Monopol heißt und nicht in das Schema paßt.

Paul & Stäglich, Dresden "Romeo" (vermutlich vor 1918)

VLG, Weißwasser "Bergkristall" (1930er Jahre)






6/11/2010

Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG) Weißwasser

Die Vereinigte Lausitzer Glaswerke AG wäre heute vermutlich nur noch eingeweihten Kreisen bekannt, wenn ihr Name nicht mit einem der bedeutendsten deutschen Designer verknüpft wäre: Wilhelm Wagenfeld. Wagenfeld arbeitete von 1935 bis 1943 für die VGL. Weiterführende Informationen finden sich unter dem Label Wagenfeld.

Ein kurzer geschichtlicher Abriß zur VGL findet sich hier


Eine Sammlung von Musterbüchern kann man hier sehen


VGL verfügte wohl über die umfangreichste Palette an Farbschlägen für Preßglas: feingrün, resedagrün, blau, luftblau, braun, violett, rosalin, champagne, Bernstein und rauchschwarz.

Form Enzian, Rosalin, ca. 1930er Jahre



Alexander



Hermes



Form Rienzi
ebenfalls für die Form Arabella




sogenannte Rautenmarke


Sofern jemand weitergehende Informationen oder Hinweise (Entwerfer, Herstellungszeitraum ect.) hat, bin ich für jede Mitteilung dankbar.